Meine Malerei bewegt sich zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft. Aus fotografischen Blicken, Körpererfahrungen und tastenden Linien entstehen Bilder, in denen Körper, Raum und Zeit miteinander in Resonanz treten.
Die verschiedenen Werkgruppen meiner Arbeit folgen unterschiedlichen Formen des Sehens und Erlebens: vom fotografischen Blick über körperlich erinnerte Landschaften bis zu Linien, Resonanzen und Arbeiten in der Landschaft selbst.
Mich beschäftigt die Frage: Wie sehen wir Wirklichkeit? Alberto Giacometti sagte einmal: „Man sieht nie die Dinge selbst, sondern wie auf einem Bildschirm.“ Auch David Hockney hat gezeigt, wie sehr optische Instrumente – Spiegel, Linsen oder Kameras – unsere Bildsprachen geprägt haben. Mein Blick auf die Welt beginnt oft fotografisch. Doch in der Erinnerung beginnt sich dieser Moment bereits zu verändern. Aus diesem Zwischenraum entstehen meine Bilder.
In der Serie "Spuren der Erinnerung" versuche ich, diese fragilen Zonen sichtbar zu manchen: Landschaften und Situationen erscheinen nicht mehr als unmittelbare Beobachtung, sondern als Spuren eines vergangenen Sehens. Malerei wird so zu einer Erkundung des Blicks – und zu einer Suche nach dem, was im Moment der Wahrnehmung bereits wieder verschwindet.