Spuren der Erinnerung
Spuren der Erinnerung
Meine Malerei bewegt sich zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft. Aus fotografischen Blicken, Körpererfahrungen und tastenden Linien entstehen Bilder, in denen Körper, Raum und Zeit miteinander in Resonanz treten.
Die verschiedenen Werkgruppen meiner Arbeit folgen unterschiedlichen Formen des Sehens und Erlebens: vom fotografischen Blick über körperlich erinnerte Landschaften bis zu Linien, Resonanzen und Arbeiten in der Landschaft selbst.
Mit dem Blick der Fotografie
Meine Malerei beginnt mit einer Frage: Wie sehen wir Wirklichkeit?
Alberto Giacometti sagte einmal: „Man sieht nie die Dinge selbst, sondern wie auf einem Bildschirm.“ Auch David Hockney hat gezeigt, wie sehr optische Instrumente – Spiegel, Linsen oder Kameras – unsere Bildsprachen geprägt haben.
Mein Blick auf die Welt beginnt oft fotografisch. Die Kamera hält einen Moment fest, doch in der Erinnerung beginnt sich dieser Moment bereits zu verändern. Aus diesem Zwischenraum entstehen meine Bilder.
In der Serie Spuren der Erinnerung versuche ich, diese fragile Zone sichtbar zu machen: Landschaften und Situationen erscheinen nicht mehr als unmittelbare Beobachtung, sondern als Spuren eines vergangenen Sehens. Malerei wird so zu einer Erkundung des Blicks – und zu einer Suche nach dem, was im Moment der Wahrnehmung bereits wieder verschwindet.
Verfügbare Werke aus der Serie: Spuren der Erinnerung
Für Preisauskünfte, weiteres Bildmaterial und Anfragen für Auftragsarbeiten, nehmen Sie bitte Kontakt auf.
Lägh da Bitabergh
100 x 140 cm | 2015
Öl auf Leinwand
"In vielen Landschaftsbildern dient der Vordergrund dazu, den Blick in die Tiefe zu führen. Hier geschieht das Gegenteil. Der Blick verliert seine Hierarchie. Er wandert, bleibt hängen, kehrt zurück und findet keinen festen Standpunkt mehr. Die Landschaft erscheint nicht als Panorama, sondern als Gewebe aus Wahrnehmungen.Der Ortsname verweist auf einen realen Platz. Das Bild selbst aber zeigt keinen Ort, sondern die langsame Verdichtung vieler Begegnungen mit diesem Ort."
(Urs Johannsen)
Lägh da Bitabergh
100 x 140 cm | 2017
Öl auf Leinwand
"Die Arbeit erinnert nicht an einen Ort, sondern an die Bewegung des Sehens. Die Landschaft erscheint nur noch als Spur einer Aufmerksamkeit. Felsen, Bäume und Wasser lösen sich in ein Geflecht von Linien auf, das weniger beschreibt als berührt. Vielleicht liegt die besondere Sinnlichkeit dieser Arbeit darin, dass sie keinen Gegenstand festhält. Die Linie verweilt bei den Dingen, ohne sie zu besitzen.Man erkennt die Landschaft erst, nachdem man sich in ihr bereits verloren hat."
(Urs Johannsen)
© 2024 Matthias Oppermann.
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